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Die Desi Vorratskammer: Einkaufsliste für den Start

6 Min. Lesezeit · Aktualisiert 2026-10-26

Gerade nach Deutschland gezogen und die Küche ist noch leer? Mit dieser Einkaufsliste stellst du dir eine Vorratskammer zusammen, mit der du sofort Dal-Bhaat, Roti mit Sabji oder ein Sonntagscurry kochen kannst. Wir haben die Liste nach bengalischer und pakistanischer Küche aufgeteilt und Mengen für zwei Personen und einen Monat angegeben. Betrachte die Zahlen als Richtwert – anpassen kannst du sie jederzeit.

Die Grundidee: wenige Basics, richtig ausgewählt

Viele Neuankömmlinge kaufen beim ersten Einkauf zu viel gemahlene Gewürze und zu wenig Grundzutaten. Besser ist es umgekehrt: Reis, Mehl, zwei bis drei Dal-Sorten, ein gutes Öl und etwa zehn Gewürze reichen für die ersten Wochen. Spezielle Mischungen und Snacks kommen später dazu, wenn du weißt, was du wirklich oft kochst.

Die Mengen unten sind für zwei Erwachsene gedacht, die etwa einmal am Tag warm kochen. Kochst du für eine Familie mit Kindern oder für eine WG, verdoppelst du Reis, Atta und Dal einfach, während die Gewürzmengen fast gleich bleiben können. Gewürze verbrauchen sich langsamer, als man denkt – lieber später eine zweite Packung kaufen als eine alte Dose ein Jahr lang im Schrank stehen lassen.

Bengalische Vorratskammer (2 Personen, 1 Monat)

Reis und Mehl

  • 5 kg Alltagsreis, zum Beispiel Broken Basmati oder ein anderer Langkornreis
  • 1 kg Chinigura oder Gobindobhog für Polao, Khichuri und Payesh
  • 2 kg Atta für Ruti, dazu 500 g Besan für Beguni und Piyaju
  • 500 g Muri für Jhal Muri am Nachmittag

Dal

  • 1 kg Masoor Dal (rote Linsen) – die schnellste Dal für jeden Tag
  • 1 kg Moong Dal für Bhaja Muger Dal
  • 500 g Chana Dal für Cholar Dal an Festtagen

Gewürze

  • Je 200 g Holud (Kurkuma), Morich (Chilipulver) und Dhonia (Koriander gemahlen)
  • 100 g Jeera ganz und 100 g Jeera gemahlen
  • 100 g Panch Phoron, 100 g Kalonji
  • Je 50 g grüner Kardamom, Zimt und Nelken sowie eine Packung Lorbeerblätter (Tej Pata)
  • 1 Packung Biryani- oder Rezeptmischung, zum Beispiel von Radhuni, für den ersten Gästeabend

Öl, Fett und Würze

  • 1 Liter Senföl (als Speiseöl gekennzeichnet) und 1 Liter neutrales Öl
  • 500 g Ghee für Polao und Süßspeisen
  • 1 Glas Ingwer-Knoblauch-Paste, 1 Glas Kasundi, 1 Glas Achar

Tee und Snacks

  • 500 g Schwarztee, 2 Packungen Chanachur, 1 Packung Kekse zum Tee

Pakistanische und nordindische Vorratskammer (2 Personen, 1 Monat)

Reis und Mehl

  • 5 kg Atta – wenn jeden Tag Roti auf den Tisch kommt, ist das die wichtigste Zutat
  • 5 kg Basmati, gern Sella für Biryani und Pulao
  • 500 g Besan für Pakora und Kadhi

Dal und Hülsenfrüchte

  • Je 1 kg Masoor, Moong und Chana Dal
  • 500 g Urad Dal (Mash ki Daal)
  • 1 kg Kichererbsen für Chana und Chole, 500 g Kidneybohnen für Rajma

Gewürze

  • Je 200 g Lal Mirch (Chilipulver), Haldi und Dhania gemahlen
  • 100 g Zeera ganz, 100 g Garam Masala
  • Je 50 g grüner und schwarzer Kardamom, Zimt, Nelken, schwarzer Pfeffer
  • 4–5 Shan-Mischungen für die Klassiker: Biryani, Karahi, Korma, Nihari oder Haleem

Öl, Fett und Würze

  • 2 Liter Speiseöl, 500 g Ghee
  • 1 Glas Ingwer-Knoblauch-Paste, 1 Glas Mango- oder gemischtes Achar

Tee, Getränke und Snacks

  • 500 g Schwarztee, zum Beispiel Tapal, für Doodh Patti
  • 1 Flasche Rooh Afza, 1 Packung Kekse, etwas Namkeen

Deutsche Namen, die beim Einkaufen helfen

Im deutschen Supermarkt heißen viele Zutaten anders, und manche Namen führen in die Irre. Kreuzkümmel ist Jeera, gewöhnlicher Kümmel dagegen Caraway – ein ganz anderes Aroma. Schwarzkümmel ist Kalonji. Kichererbsenmehl entspricht ungefähr Besan, Bockshornklee ist Methi, Grieß ist Suji. Joghurt für Raita und Marinaden findest du überall; achte auf Naturjoghurt mit 3,5 % Fett, er wird beim Kochen nicht so schnell flockig. Und Paneer kannst du im Notfall durch Halloumi ersetzen, auch wenn der salziger ist.

Eine Beispielwoche mit dieser Vorratskammer

Montag Masoor Dal mit Reis und Aloo Bhaji, Dienstag Chana mit Roti, Mittwoch Fischcurry, Donnerstag Khichuri mit Spiegelei, Freitag Karahi mit Naan, am Wochenende Biryani oder Polao mit Korma. So nutzt du die Vorräte gleichmäßig und merkst schnell, was du öfter nachkaufen musst.

Was du jede Woche frisch kaufst

Zwiebeln, Tomaten, grüne Chilis, Ingwer, Knoblauch, frischer Koriander und Minze sind die Basis fast jedes Gerichts. Dazu kommt das Gemüse der Woche: Okra, Bittergurke, Lauki, Parwal oder Arbi. Wer in Dresden wohnt, bekommt all das im Laden auf der Bautzner Straße 16, montags bis samstags von 10:30 bis 20:00 Uhr. Frisches Halal-Fleisch schneiden wir auf Bestellung zu; bestellen kannst du es per WhatsApp.

Online bestellen: so funktioniert der Versand

Wenn du nicht in Dresden wohnst, kommt alles aus unserem Onlineshop mit GLS zu dir nach Hause, deutschlandweit. Der Versand kostet 5,49 € und ist ab 39,99 € Bestellwert kostenlos – mit einer Vorratsbestellung wie dieser liegst du meist darüber. Kühl- und Tiefkühlware wie Fisch oder Paratha verschicken wir montags bis mittwochs in einer Isolierbox; dafür fällt eine Kühlbox-Gebühr von 9,99 € an. Bezahlen kannst du mit Karte oder Klarna.

Fünf Tipps für den Start

  1. Ganze Gewürze vor gemahlenen: Kreuzkümmel, Koriander und Kardamom halten ganz deutlich länger ihr Aroma. Mahle kleine Mengen selbst.
  2. Masala Dabba einrichten: Eine runde Gewürzdose mit sieben Schälchen für die Gewürze, die du täglich brauchst, spart Zeit am Herd.
  3. Großpackungen umfüllen: Reis, Atta und Dal gehören in luftdichte Dosen, damit weder Feuchtigkeit noch Vorratsschädlinge hineinkommen.
  4. Beschriften: Schreib Inhalt und Kaufdatum auf jede Dose – besonders bei Gewürzen, die sich ähnlich sehen.
  5. Klein anfangen: Kauf Snacks, Süßes und Spezialmischungen erst nach, wenn du deine Lieblingsgerichte gefunden hast.

Häufige Fragen

Was sollte ich beim ersten Einkauf für die desi Küche unbedingt kaufen?

Reis, Atta, zwei bis drei Dal-Sorten, Kurkuma, Chilipulver, gemahlenen Koriander, Kreuzkümmel, ein Speiseöl und Ingwer-Knoblauch-Paste. Damit kochst du schon Dal, Reis, Roti und einfache Currys. Alles Weitere ergänzt du nach und nach.

Lohnt sich eine große Bestellung mit Versand?

Mit einer Vorratsbestellung erreichst du meist schnell die 39,99 €, ab denen der GLS-Versand kostenlos ist. Schwere Sachen wie Reis, Atta und Öl musst du dann nicht selbst tragen. Kühl- und Tiefkühlware kostet zusätzlich 9,99 € Kühlbox-Gebühr.

Wie bewahre ich Reis, Atta und Dal richtig auf?

Fülle alles aus Säcken und Tüten in luftdichte Dosen oder Eimer um und stelle sie kühl, trocken und dunkel. Atta verbrauchst du innerhalb weniger Monate, Reis und Dal halten länger. Kontrolliere Vorräte gelegentlich auf Feuchtigkeit und Motten.

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